Größenbestimmung von IT-Projekten
Sizingmethoden beziehen sich auf quantifizierbare Größen
Die Sizingmethoden bestimmen den Umfang des Projekts (Hardfacts) mittels unterschiedlicher Verfahren und dienen dem Transfer von Spezifikationen und Ausprägungsmerkmalen in methodenspezifische Eingangsgrößen bzw. deren Metriken. Es sind ca. zwei Dutzend wissenschaftlich publizierte oder de-facto Industriestandard Sizingmethoden bekannt. Prinzipiell werden verschiedene Kategorien unterschieden, wie z.B. analogiebasiert, parametrisch oder funktional.
 
Die bekannteste analogiebasierte Methode ist die Expertenschätzung. Die anerkannt beste Weise diese systematisiert durchzuführen ist die Breitband-Delphi-Methode. Bei den parametrischen Methoden sind in diesem Zusammenhang die Funktionspunkte (Function Points) und Source-Lines-Of-Code (SLOC) zu nennen. Sizingmethoden besitzen jeweils unterschiedliche Metriken, entsprechend der Umgebung (Domain) für die sie entwickelt wurden. Die am weitesten entwickelten Sizingmethoden berücksichtigen zudem die verschiedenen Abgrenzungen in Softwareprojekten, von Neuentwicklung über Wiederverwendung von Modulen/Komponenten (REUSE) bis zur Integration von Fremdsystemen, die sog. Commercial-Off-The-Shelf (COTS). Darüber hinaus unterstützen einige auch Hybriden wie Migration, Modernisierung und Package Implementation.
 
Sizingmethoden arbeiten nur in den für sie entwickelten Rahmenbedingungen
Jede Sizingmethode hat ihre eigenen Rahmenbedingungen, Regeln und Eingangsgrößen, welche nur im entsprechenden Kontext gültig sind. Sie sind daher nicht universell einsetzbar, d. h nicht jede Sizingmethode ist für jedes Projekt gleich gut geeignet. Aufgrund der stetig steigenden Anforderungen besteht die Herausforderung in der Praxis darin, die optimale Methode zu finden, anzuwenden und im Idealfall auf die spezifische Umgebung zu kalibrieren. Viele Sizingmethoden spiegeln ihr Einsatzgebiet und -zweck bereits in ihrem Namen wider. So werden z.B. UML Use-Case Points eingesetzt, falls UML im Projekt eingesetzt wird, während für Web-Frontends die Internet-Points geeignet sind. Dies gilt nicht für Function Points, die meist im Bereich Backend-Systeme eingesetzt werden und auch nicht für Feature-Points die am besten in Embedded- und Echtzeit-Systemen funktionieren.
Bei Neuentwicklungen steht meist kein Source-Code zur Verfügung. Deshalb braucht man Sizingmethoden zur Ermittlung und Normierung von equivalenten SLOCs (eSLOC), als Größe für weitere Berechnungen. Deshalb ist die permanente Weiterentwicklung von Sizing-Methoden wesentliche Voraussetzung für zuverlässige Schätzungen.
 
Cost Xpert entwickelt und integriert stetig neue Sizing-Methoden zur fortlaufenden Verbesserung der Schätzgenauigkeit.


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